Reverse SSH Tunnel – Schritt für Schritt

Warum brauch‘ ich das?

Ein Reverse SSH Tunnel ist immer dann hilfreich, wenn man auf einen Raspberry Pi, der hinter einer Firewall läuft, zugreifen will und die Firewall nicht selbst für Zugriffe von außen freischalten kann.
Zum Beispiel, wenn der Pi per Mobilfunk mit dem Internet verbunden ist. Mobilfunkprovider lassen meist keine Zugriffe von außen auf die im Netz vorhandenen Clients zu. Außerdem wird in der Regel eine Network Address Translation (NAT) vorgenommen, um IP Adressen zu sparen. Ganz ähnlich wie bei eurem Router zuhause.

Begriffsklärung

Für das weitere Verständnis dieses Artikels möchte ich einige Begriffe definieren

  • Remote Pi: Das ist der Raspberry Pi, der im Mobilfunknetz hängt und auf den „von außen“ zugegriffen werden soll
  • Gateway Pi: Das ist der Raspberry Pi, mit dem sich der Remote Pi verbindet und über den auf den Remote Pi zugegriffen werden soll
  • SSH: Secure Shell, ein Protokoll bzw. Programm, das auf beiden Rechnern läuft. Normalerweise ist SSH schon aktiviert, andernfalls über sudo raspi-config den Punkt „Advanced Options – SSH“ auswählen.
    Achtung:  Bei Raspbian ab ca. Dezember 2016 ist SSH deaktiviert! Bitte die Hinweise in diesem Artikel meines Blogs beachten.
    SSH dürfte jeder kennen, der über Putty oder ein anderes Terminalprogramm auf den Pi zugreift.
  • Dynamische IP Adresse. In der Regel hat ein Privatmensch keine statische IP Adresse sondern bekommt von seinem Provider in regelmäßigen Abständen eine neue IP Adresse verpasst. Damit die gerade aktuelle Adresse überhaupt gefunden wird, sollte man sich eine Dynamische IP Adresse zulegen. Das geht über spezialisierte DynDNS Provider wie Selfhost. Wenn man bereit ist, diese Adresse monatlich zu bestätigen, kostet das dort noch nicht einmal etwas.

Was benötige ich dafür?

Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:

Allgemein

  • Alle Eingaben etc. erfolgen im Terminalmodus bzw. über ein Terminalfenster vom Raspberry Desktop.
  • Ferner gehe ich davon aus, dass immer der User Pi verwendet wird, Raspbian in einer aktuellen Version installiert ist, und du schon etwas Erfahrung mit dem Terminalmodus des Pi sowie mit Putty oder einem anderen Terminalprogramm hast.

Remote

  • Logischerweise einen Raspberry Pi, sonst macht das alles ja keinen Sinn.
  • Einen mobilfunkfähigen Router und unbedingt einen Flatrate Tarif, sonst wirds teuer, da der Tunnel immer wieder ein paar Byte durch den Äther jagt. Der Remote Router braucht keine Portfreigabe.
  • Einen USB Internet Stick für den Remote Router bzw. direkt am Remote Pi.

Gateway

  • Einen weiteren Raspberry Pi – oder einen (Linux) Rechner als Gateway, auf dem SSH läuft. Die Gatewayfunktion übernimmt der Pi nur so nebenbei, darauf können problemlos noch zusätzlich und gleichzeitig ein OwnCloud und ein WordPress Server laufen. Der Pi ist ideal für diese Aufgabe, kostet wenig und braucht nur wenig Energie, kann also 7/24 in Betrieb sein. Ob der Pi einen Monitor hat oder headless betrieben wird, ist egal. Wichtig ist nur, dass dieser Raspberry Pi aus dem Internet erreichbar ist.
  • Router am Gateway Pi mit Port Freischaltung für den SSH Port Nummer 22 – oder besser einen alternativ konfigurierten Port z.B. Port 2000. Ggf. kommen noch weitere Portfreigaben hinzu. Wie man einen alternativen SSH Port einstellt, ist in diesem Post hier beschrieben
  • Dynamische IP Adresse sollte unbedingt vorliegen, sonst machts keinen Spaß.
    Dann noch den Router so konfigurieren, dass er seine aktuelle IP Adresse an den DynDNS Provider meldet.
  • Nachdem der Router am Gateway Pi konfiguriert ist, muss man am Gateway Pi  initial nur die SSH Konfiguration einstellen.  Du könntest anschließend zu deinem Remote Pi in den Urlaub fahren und alles Weitere dort konfigurieren. Idealerweise hat man beide Pis natürlich zuhause, konfiguriert und testet dort alles und fährt dann mit dem Remote Pi in Urlaub.

Wie funktioniert das überhaupt?

Vereinfacht ausgedrückt, baut der Remote Pi selbständig eine Verbindung zu einem anderen Rechner (Gateway) auf. Diese Verbindung (der Tunnel) wird aufrecht gehalten. Das Gateway kann nun selbst mit dem Remote Pi Kontakt aufnehmen, oder ein dritter Rechner (z.B. Putty auf einem Windows PC) greift via Gateway Pi auf den Remote Pi zu.

Ein Reverse SSH Tunnel macht überall dort Sinn, wo man wegen eines Firewalls, Network Address Translation oder sonstiger Hemmnisse nicht von außen auf einen Rechner zugreifen kann. Der Tunnel funktioniert, solange der Remote Rechner über das Netzwerk, mit dem er verbunden ist, ins Internet kommt. Ob mit WiFi, Kabel oder Mobilfunk ist völlig egal. Es versteht sich von selbst, dass das hier beschriebenen Verfahren nur dort verwendet werden darf, wo auch die Erlaubnis dafür besteht. Also z.B. im eigenen Netzwerk bzw. im Auftrag eines Kunden in dessen Netzwerk. Die Verwendung des Reverse SSH Tunnels als illegale oder halblegale Hintertür z.B. ins Netzwerk des eigenen Arbeitgebers wird früher oder später entdeckt werden und hat in der Regel arbeits- bzw. strafrechtliche Konsequenzen.

Schritt 1a: SSH Konfiguration auf dem Gateway Pi

Um später für unterschiedliche Anwendungsfälle gewappnet zu sein, sollten folgende Einstellungen am Gateway Pi vorgenommen werden:

In früheren Versionen der Anleitung fehlten diese Hinweise auf die Gateway Konfiguration. Während meiner vielen vergeblichen Versuche, so ein Reverse Tunnel hinzubekommen, hatte ich diese Einträge wohl einmal vorgenommen und dann vergessen, dass ich sie hatte… Danke an Hannes für die ensprechende Fehlermeldung und fürs Finden der Lösung! (siehe Kommentare)

Editiert die Datei /etc/ssh/sshd_config als root – z.B. mit dem eingebauten Editor nano:

dort dann am besten folgende Einträge suchen und abändern bzw. die Einträge am Ende vornehmen:

Mit den ersten beiden Zeilen wird sichergestellt, dass die Verbindung nicht einfach wieder abgebaut wird, wenn eine Zeitlang keine Daten über die Leitung flutschen.

GatewayPorts yes erlaubt es, das Gateway quasi als „Durchlauferhitzer“ zu nutzen, d.h. von einem anderen Gerät über den Gateway Pi in der Mitte auf den Remote Pi zuzugreifen.

AllowTcpForwarding yes
erlaubt es, auch andere Protokolle – z.B. http –  im SSH Tunnel zu verpacken.

Sind die Änderungen eingetragen, nano mit Strg-X beenden, bei der Frage, ob die geänderte Datei gespeichert werden soll, mit „J“ antworten und anschließend die Eingabetaste drücken. Anschließend neu booten.

Schritt 1b: Aufbau SSH Tunnel auf dem Remote Pi

Am Remote Pi geben wir folgenden Befehl ein:

Erläuterung der Parameter:
p2000 (optional) abweichender Port des Gateway Pi über den der Remote Pi den Tunnel aufbaut. Kann auch weggelassen werden dann wird automatisch die Portadresse 22 genommen. In jedem Fall muss die gewählte Portnummer im Router des Gateway Pi freigeschaltet werden. Wie man das anstellt, habe ich im Artikel Dynamische IP Adresse mit Bordmitteln im Kapitel Portfreischaltung (Beispiel Fritz!Box) beschrieben.
-f bedeutet, dass ssh im Hintergrund laufen soll. Anschließend kann das Terminalfenster wieder geschlossen werden, SSH läuft aber im Hintergrund weiter.
N bedeutet, dass lediglich der Tunnel aufgebaut wird, aber keine Remote-Kommandos entgegen genommen werden.
C (optional) komprimiert die über die Strecke laufenden Daten. Achtung, dieser Parameter; verschlechtert unter Umständen die Performance – also ausprobieren.
-R besagt, dass ein Reverse Tunnel aufgebaut werden soll.
10011 ist der Ausgangsport (outgoing port address) des Gateway Pi. Startet man dort eine SSH Sitzung über den Port 10011, kommt man beim Remote Pi raus. Im Prinzip kannst du jede Portadresse über 1024 verwenden, die nicht schon von deinem Pi belegt ist. Eine Liste der standardisierten Ports findest du z.B. bei Wikipedia.
localhost ist der Name unter dem ein Rechner sich selbst erkennt; also ein „ich“ oder ein „bei mir“.
Falls ihr über den Tunnel, der beim Remote Pi ankommt, weitere Geräte im Remote Netzwerk ansprechen wollt, dann kann statt localhost auch die lokale IP Adresse eines Remote Netzwerkgeräts stehen. Siehe weiter unten bei „externe Geräte ansprechen“.
22 ist die Standard SSH Portnummer des Remote Pi.
pi@dyn.IP.adresse ist der User- und Servername der auf dem Gateway Pi verwendet wird – dyn.IP.adresse ist die Adresse (URL) des Gateway Pi über den man auf den Remote Pi zugreifen will. Bitte entsprechend deine dynamische IP Adresse eintragen. anstatt „Pi“ kannst du natürlich auch jeden anderen User verwenden, der auf dem Gateway Pi angelegt ist.

Erster Test:
Probiers mal aus, d.h. gebe oben stehendes Kommando am Remote Pi ein. Wenn alles stimmt, wirst du zusätzlich noch das Passwort des Users Pi vom Gateway Pi eingeben müssen.
Auf dem Gateway Pi kann man sich nun mit dem Befehl

auf dem Remote Pi einloggen. Das kann man übrigens auch tun, wenn man nicht vor Ort ist. Dazu einfach auf dem Gateway Pi mit Putty einloggen – anstatt der IP Nummer aus dem Heimnetz, die dyn.IP.Adresse in das Adressfeld eingeben und ggf. noch eine abweichende Portnummer eintragen. Das geht natürlich nur, wenn der entsprechende Port im Router zuhause auch freigeschaltet ist. Ihr kommt dann beim Gateway Pi raus und könnt dort den obigen Befehl eingeben.
Perfekt? Nein, nicht ganz: Das Eingeben des Gateway Passworts beim Aufbau des Tunnels nervt und führt dazu dass der Tunnel nur mit Nutzereingriff d.h. manuell aufgebaut werden kann. Und wir wollen ja eine automatische Löung. Deshalb…

Schritt 2: Login ohne Passwort

Neben der Passworteingabe zum Login kann man einem entfernten Rechner auch seine „Ausweisdaten“ d.h. einen RSA Key übermitteln, anhand dessen dann der anrufende Rechner erkannt und akzeptiert wird. Auf unseren Fall übertragen heißt das, wir müssen den öffentlichen RSA Key des Remote Pi auf den Gateway Pi übertragen.
Dazu erst einmal auf dem Remote Pi nachschauen, ob im Verzeichnis /home/pi/.ssh (oder auch ~/.ssh) bereits eine Datei id_rsa.pub existiert. Wenn nein, muss der Schlüssel erst erzeugt werden:
Das geschieht mit

Nach Belieben die vom Programm abgefragten Daten eingeben, die Passphrase aber leer lassen, wir wollen uns ja automatisch mit dem Gateway verbinden.
Nun muss man den erzeugten Schlüssel (RSA 2048 Bit) auf das Gateway kopieren. Dazu folgenden Befehl am Remote Pi eingeben:

Hat man auf dem Gateway Pi eine andere SSH Portadresse (z.B. 2000) eingerichtet, lautet der Befehl wie folgt:

dabei unbedingt die Anführungszeichen beachten.

Update: bei neueren Versionen von Raspbian (z.B. Jessie) sind die Anführungszeichen nicht mehr erforderlich.

Testen kannst du das auf dieselbe Weise wie oben.

Nochwas:
Hat der User Pi den Schlüssel erzeugt, muss der User Pi auch den Tunnel
starten. Wenn du nachher (Schritt 4) die Crontab zum automatischen Start nach Reboot verwendest, dann muss es die Crontab vom User Pi sein. Diese erzeugst/editierst du indem du dich als „pi“ enloggst und dann crontab -e eingibst.

Gut, aber immer noch nicht perfekt!

Schritt 3: Stabilisieren

Gerade wenn der Remote Pi über Mobilfunk im Internet hängt, kann es vorkommen, dass die Verbindung hin und wieder kurz unterbrochen wird. (Das passiert übrigens auch bei den meisten DSL Providern. Irgendwann nachts wird die Verbindung zurückgesetzt.) In diesem Falle bricht der Tunnel geräuschlos aber unerbittlich zusammen. Man könnte jetzt ein Skript schreiben, das die Verbindung laufend überprüft und bei Bedarf neu aufbaut. Das ist zum Glück überflüssig, denn es gibt mit autossh eine Erweiterung (eigentlich einen Wrapper) für SSH. Einfach autossh anstatt ssh verwenden und schon haben wir ein stabiles System. Perfekt? Leider immer noch nicht, denn autossh hilft nichts, wenn der Remote Pi z.B. wegen eines Stromausfalls neu startet.

Möglicherweise ist autossh noch nicht auf dem Pi installiert. Dem kann man ganz einfach mit sudo apt-get install autossh  abhelfen.

Schritt 4: Autostart

Wir erstellen ein Script mit Namen tunnel.sh, in das wir den Reverse SSH Tunnel Befehl eintragen:

Dieses Script legen wir im Homeverzeichnis ab. Mit

machen wir es ausführbar.

Alles was automatisch beim Start oder in regelmäßigen Abständen laufen soll, wird per Crontab aufgerufen. Dazu folgender Befehl:

Es erscheint die Crontab im Editor – ganz nach unten scrollen und folgende Zeile eingeben

mit Strg+X speichern wir die Crontab und verlassen den Editor.

In einer früheren Version dieser Anleitung hatte ich die Crontab als Superuser mit sudo crontab -e editiert. Das hatte zur Folge, dass der Tunnel beim Start vom Superuser bzw. Root und nicht vom User Pi aufgebaut wurde. Wenn nun der Root seine ID noch nicht im Gateway Pi hinterlegt hat, dann baut sich der Tunnel nicht auf, da der passwortlose Login nicht funktioniert; es sei denn, du hast vorhern den Schlüssel mit „sudo ssh-keygen“ erzeugt und mit „sudo ssh-copy-id“ übertragen. Dieses Problem ist bei mir lange nicht aufgefallen, da ich wohl bei Basteleien irgendwann vorher die ID vom Root des Remote Pi auf den Gateway Pi kopiert hatte.

So! jetzt ist es annähernd perfekt. Der SSH Tunnel startet nach jedem Reboot und ist nun komplett, stabil und betriebssicher. Bitte beachtet, dass der Tunnel unter Umständen nicht sofort nach dem Reboot steht, sondern einige Minuten braucht, um die Verbindung zum Gateway herzustellen. Ich vermute, dass die WLAN Verbindung noch nicht sauber steht, wenn das autossh Kommando das erste mal abgearbeitet wird. Mit autossh stellen wir aber sicher, dass die Verbindung anschließend automatisch hergestellt wird.

Ich habe allerdings festgestellt, dass sich der Gateway Pi hin und wieder, d.h. alle paar Wochen, zu verabschieden schien. Das lag aber dann meist daran, dass meine Fritz!Box ihren Aufgaben nicht vollständig nachkam und die Portweiterleitung bestreikte. Nach einem Reboot der Fritz!Box (auch per Fernzugriff möglich) gings dann wieder.

Nochwas: Auch der Router am Remote Pi scheint manchmal seine Probleme zu haben. Unter Umständen ist das Mobilfunknetz so stark überlastet, dass der Router, bzw. der Internet Stick daran sich einfach nicht verbinden will. Nach zu vielen Fehlversuchen streikt der Router dann – zumindest der von mir verwendete TP-Link Mobilfunk Router TL-MR3420. Dann hilft nur ein physikalischer Reset des Routers. Auch dafür gibts eine Lösung mittels Fernschalt-Steckdosen und 433MHz Sender am Pi. Dazu habe ich einen eigenen Artikel geschrieben.

Schritt 5: Browsen im Tunnel

Bisher haben wir lediglich reines SSH Protokoll durch den Tunnel geschickt. Unser Remote Pi kann ja auch als Webserver laufen, z.B. um Temperaturen vor Ort anzuzeigen oder Bilder einer Webcam. Damit wir auch http d.h. Browserdaten durchs Tunnel schicken können, passen wir unser Skript bzw. den Befehl darin wie folgt an:

8000 ist die Portnummer mit der die http Daten vom Gateway zum Remote Pi umgelenkt werden.
80 ist der Standardport für http. Was beim Gateway an Port 8000 geschickt wird, kommt beim Remote Pi an Port 80 wieder an. Und 80 ist der Port, mit demn der Webserver normalerweise kommuniziert.
Will man nur aus dem eigenen lokalen Netzwerk auf den Remote Pi zugreifen, gibt man in den Browser die IP Adresse des Gateway Pi ein, gefolgt von einem Doppelpunkt und der Ausgangsportnummer für http. Also zum Beispiel:

Externe Geräte ansprechen

Extern bedeutet in diesem Kontext andere Geräte im Remote Netzwerk. Wenn ihr also eine IP Cam mit einem Browser über den Tunnel ansprechen wollt, dann einfach anstatt localhost die IP Adresse des externen Geräts verwenden.

Hat die Cam z.B. die lokale Adresse 192.168.178.120 dann wird das Tunnelskript von oben wie folgt erweitert:

über die Parameter -R 8889:192.168.178.120:80 wird alles was auf Port 8889 ankommt, auf den html Port 80 des externen Geräts, z.B. einer Cam umgeleitet.
Auf einem PC im Netz des Gateway Pi gebt ihr im Browser die IP des Gateway Pi ein, gefolgt von einem Doppelpunkt und dem Port 8889. Wenn alles klappt, kommt ihr bei der Remote Cam – oder was auch immer ihr ansprechen wollt  – heraus. Ihr könnt  auf diese Weise auch euren remoten Router ansprechen und administrieren.

Herzlichen Dank an Reto Huber für diesen genialen Tipp!

Zugriff von „Außen“

Will man auch von „außen“, also außerhalb des Heimnetzwerks, auf eine beim Remote Pi gehostete Website zugreifen, muss man im Router des Heimnetzwerks zusätzlich die Portadresse 8000 (oder was immer du gewählt hast) freischalten. Der Aufruf erfolgt dann so:

Das alles setzt natürlich voraus, dass auf dem Remote Pi auch ein Webserver installiert ist.

 

 

117 Gedanken zu „Reverse SSH Tunnel – Schritt für Schritt

  1. Hallo zusammen und vielen Dank für die super überschaubare Anleitung.

    Ich habe das Problem, dass die Portweiterleitung zwar läuft und ich vom Gateway (über ssh -p 10011 localhost) und von meiner Domain zwar auf dem Remote Pie ankomme, aber dort wird mein Passwort nicht akzeptiert. Woran kann das liegen?

    1. Hallo,
      könnte es sein, dass der User auf dem Gateway ein anderer ist, als auf dem Remote? Wenn der Remote User, der den Tunnel aufgebau hat, Pi heißt, dann solltest du es mal so versuchen: ssh -p10011 pi@localhost.
      Gruß
      Chris

      1. Ich hatte mir aus Sicherheitsgründen einen neuen User erstellt und bin mit seinen Rechten und Passwörtern durcheinander gekommen.
        Vielen Dank für die Hilfe 🙂

    2. Wie das oftmals so ist, kann man sich die meisten Fragen nach einiger Zeit selbst beantworten.
      Achtet immer darauf, von welchem Raspi das Kennwort grade verlangt wird und mit welchem Benutzer man sich anmeldet.

      Ich hatte auch mit der Firewall ein paar Probleme. Sollte jetzt aber laufen.

      Vielen Dank nochmal! Die Anleitung ist auch sehr schön erklärt. So bekommt man mehr Hintergrundwissen und kann sich besser weiterhelfen 🙂

  2. Hallo, klasse Sache, funktioniert in meinem Netz gut. Aber wenn ich über dyndns verbinden will geht es nicht, was mache ich falsch?
    Die Verbindung soll mit einem Surfstock über:
    /usr/bin/autossh -p12222 -fNC -R 8000:localhost:80 -R 10011:localhost:22 -R 8889:192.168.152.234:80 pi@xxxxxxx.dyndns.ws
    aufgebaut werden, der Port 12222 ist in der Fritzbox für den gateway freigegeben.
    Über den Stick kann ich die Adresse Pingen, Ip wird aufgelöst.
    Der Port am Gateway ist 22, muß ich die Portfreigabe auf einen anderen legen?
    Kann mir bitte jemand helfen? Daaaaaanke

    1. Hi,
      wenn du SSH von Remote das Gateway über Port 12222 ansprechen willst, musst du natürlich auch SSH im Gateway dazu bringen, das als Eingangsport zu akzeptieren. Wie das geht, steht in dem Artikel https://chriskrz.selfhost.bz/index.php/ssh-portadresse-andern/
      Alternativ kannst du auch in der Fritzbox den Port 12222 auf Port 22 umleiten – Portfreigabe aktiv für „andere Anwendungen“ auswählen, bei „von Port“ die 12222 eintragen und bei „an Port“ die 22 eintragen.
      Freundliche Grüße aus München
      Chris

      1. Hallo Rustimator, danke für deine Hilfe. In der Fritzbox ist der Port 12222 auf den Port Gateway-IP Port 22 weitergeleitet. Mit anderen Postfreigaben klappt ja auch alles…
        Habe gerade festgestellt das die Fritzbox 12222 nicht zulässt, 62222 wird aber angenommen. Aber auch damit klappt es nicht. Muß ich den Port 10011 im Verbindungsaufbau auch ändern?
        Danke.
        Gruß Horst

        1. Probiers doch erst einmal ganz einfach. Reines ssh Tunnel mit nur einer -R Einstellung ohne abweichende Gateway Portadresse.
          /usr/bin/autossh -fNC -R 10000:localhost:22
          Im Router ist Port 22 auf Port 22 durchgeroutet. (später wieder umstellen, da die bösen Jungs da draußen die 22 besonders gerne angreifen)
          Dann erst einmal testen, ob du von innerhalb deines Netzwerks mit putty o.ä. auf den Port 10000 des Gateways zugreifen kannst. Wenn alles klappt, kommst du direkt beim Remote Pi raus.
          Dann schrittweise komplizierter werden. Andere Portadresse des Gateway einstellen. ggf. versuchen die andere Portadresse im Router nicht zu verbiegen,. z.B. „An Port 3333“ und „Zu Port 3333“ einstellen. Dann weitere Porotkolle (http usw.) dazunehmen.
          Gruß
          Chris

      2. Hallo Rustimator,

        jetzt funktioniert es einigermassen: ich kann nicht mit /usr/bin/autossh -p12222….., sondern mit ssh -p12222…. die Verbindung aufbauen. es kommt zwar eine Fehlermeldung wegen der Ports 8000 und 10011, aber die Verbindung steht. Ich weiß nicht warum, aber so gehts erstmal.
        Gruß aus dem Schwarzwald,
        Horst

        1. Frage: hast du überhaupt autossh installiert? Wenns mit ssh funktioniert, muss es auch mit autossh funktionieren, das ist nur eine Kontollogik (wrapper) um ssh herum, ssh bleibt unverändert.
          Wie sieht die Fehlermeldung aus? wie sieht dein Tunnelaufbaukommando auf dem Remote aus? (private Inhalte bitte unkenntlich machen).

          1. War unterwegs und komme erst jetzt dazu, tut mir leid…
            Der Tunnelaufbau passiert mit den oben beschriebenen Befehlen in „Schritt 5“. Solange ich beide Pi in meinem Netz habe funktioniert auch autossh, nur wenn ein Pi über UMTS verbunden ist muss ich mich mit ssh statt autossh anmelden. Aber es funktioniert. Der Remote-Pi ist schon weit weg im Einsatz, aber ich werde in den nächsten tagen eine zweite Brücke einrichten, dann sehe ich das nochmal an.

  3. Wo finde ich denn das Log des und des ?
    Mit einem Rechner klappt es, mit dem nächsten nicht, und ich würde gerne das Log auslesen….
    Danke, Grüße,
    Linzus

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